Eine Vielzahl an hochaktuellen Themen

Politischer Montag auf dem Volksfest Velden mit Manfred Weber

Vilsbiburg. Die CSU Vilsbiburg besucht traditionell am politischen Montag das Veldener Volksfest. Auch dieses Jahr war die Teilnahme stark, nicht zuletzt auch bedingt durch den angekündigten Auftritt des Spitzenpolitikers Manfred Weber. So war der Ortsverband sowohl mit dem Bus als auch mit Selbstfahrern gut vertreten und konnte sich wieder über hervorragende Plätze freuen, die im voll besetzten Festzelt reserviert worden waren.

Gedenkminute für die verstorbenen Einsatzkräfte

Der Abend begann mit einer ernsten Note. Nach der Eröffnung durch Marcel Zviedris, den Vorsitzenden des organisierenden Ortsverbands Velden, widmeten sowohl er als danach auch MdB Florian Oßner ihre ersten Worte der aktuellen Flutkatastrophe, die Bayern aktuell fest im Griff hat. Oßner bat die Anwesenden auch um eine Gedenkminute für den bei den Rettungsarbeiten verstorbenen Feuerwehrmann und den in Baden-Württemberg erstochenen Polizisten. Die Stille im Zelt zeigte die tiefe Anteilnahme der Versammelten.


Manfred Webers Rede: Themen, die bewegen

Manfred Weber, der Hauptredner des Abends, trat gewohnt sympathisch und bodenständig auf. Dass er nicht in Tracht, sondern im Anzug erschien, begründete er damit: „Ich komme gerade aus Brüssel, war vorher zum Wahlkampf in Bulgarien, und jetzt direkt nach Velden als dem Höhepunkt der Reise!“ In seiner Rede ging der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) auf die drängenden Themen ein. Er würdigte die berechtigten, friedlichen Bauernproteste und die bereits erreichten Entlastungen für die Landwirte. Der Kampf gegen die erdrückende Bürokratie sei jedoch noch lange nicht gewonnen, betonte er.


Zur Flüchtlingsfrage stellte Weber klar: „Den berechtigen Asylbewerbern muss geholfen werden, aber die Gesamtzahl der einreisenden Flüchtlinge gilt es zu reduzieren!“ Er erläuterte, dass Asylbewerber ohne Bleibeperspektive an den EU-Außengrenzen abgewiesen werden sollen – eine längst überfällige Maßnahme, die von seiner EVP seit langem gefordert und nach langer Diskussion nun endlich beschlossen wurde. Dennoch sei es wichtig, qualifizierte ausländische Fachkräfte aufzunehmen, um den Wohlstand angesichts des wachsenden Personalmangels durch demographische Veränderungen zu sichern. Auch die Bedeutung der CSU bei der kommenden Europawahl betonte Weber: „Nur mit einer Stimme für die CSU wird direkt die Rolle Bayerns in Europa gestärkt.“ Er hob hervor, dass Bayern für sich allein betrachtet die siebtgrößte Volkswirtschaft in der EU ist, was die Berechtigung einer starken bayerischen Vertretung im Europaparlament noch bekräftigt.

Kampf für Frieden und eine starke Mitte

Der Frieden, den wir seit 75 Jahren in Westeuropa genießen – auch ganz wesentlich dank der EU –, sei keine Selbstverständlichkeit, mahnte Weber. Angesichts des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und anderer globaler Bedrohungen sei es essenziell, Europas Verteidigungsfähigkeit auszubauen. „Nur gemeinsam können wir Anschläge auf Frieden, Freiheit und Demokratie abwehren!“, erklärte er – was ihn nahtlos zum Thema AfD brachte.


Mit der Frage „Was muss noch passieren, dass diese als schlichtweg unwählbare Partei erkannt wird?“ wies er auf die beiden Spitzenkandidaten der Partei hin, die zwar ein Auftrittsverbot bekommen haben, aber auf dem besten Weg sind, ins Europaparlament gewählt zu werden. Dort stehen sie dann ohne ihre Fraktion da, aus der sie aufgrund der jüngsten Skandale ausgeschlossen wurden – nach verzweifelten Versuchen SEITENS DER AFD, diesen Entschluss abzuwenden. „Eine starke bürgerliche Mitte ist das, was Europa braucht!“, stellte Weber klar.

Zum Abschluss der Rede sprach er über die wirtschaftlichen Herausforderungen Europas. „Unseren Wohlstand zu sichern, ist eine vorrangige Aufgabe“, sagte er und betonte, dass Europa in Sachen Klimaziele zwar weltweit führend sei, es diese Ziele aber nur durch wirtschaftliche Stärke erreichen könne.


Der Abend endete mit reger Diskussion. Auf der Heimfahrt im Bus und anschließend noch auf dem Parkplatz nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, um den gelungenen Abend sowie den überzeugenden Auftritt des Europapolitikers noch einmal Revue passieren zu lassen.