CSU-Neujahrsempfang in Vilsbiburg: Politik nahbar, überzeugend und zukunftsorientiert

Mit knapp 200 Besucherinnen und Besuchern war der Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbands Vilsbiburg am Sonntag, 11. Januar 2026, gut besucht. In den Räumlichkeiten von AUT.OS wurde deutlich: Kommunalpolitik lebt vom persönlichen Austausch – und vom gemeinsamen Blick nach vorne.


Auftakt mit klarer Botschaft

Ortsvorsitzender Christian Frankowski begrüßte die Gäste dieses Mal in doppelter Funktion – als CSU-Ortsvorsitzender und als Bürgermeisterkandidat. Unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche Ehrengäste aus Stadt, Landkreis und Bezirk, Vertreter der Wirtschaft, aus Vereinen, dem Ehrenamt, kommunalen Einrichtungen sowie aktive und ehemalige Stadträte und Bürgermeister aus dem Umland. Frankowski nutzte die Gelegenheit auch für einen klaren Appell mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März: Diesen Termin solle man sich gut merken – „am besten rot im Kalender, oder noch besser: schwarz!“


Plädoyer für Zuversicht von Gastgeberin Veronika Ostermaier

Hausherrin Veronika Ostermaier stellte in ihrer pointierten Rede die Bedeutung der Landwirtschaft und des Ehrenamts in den Mittelpunkt. Sie plädierte für mehr Zuversicht und weniger Klagen – man lebe hier in einer Region mit hoher Lebensqualität. „Es geht uns hier in Bayern doch richtig gut“, betonte Ostermaier und hob hervor, wie viel erreicht werden könne, wenn Menschen gemeinsam anpacken. Gerade auch im vermeintlich kleinen Wirkungskreis lasse sich Großes bewirken.



Viel Applaus für Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer

Angekündigt von Frankowski als echtes „Vilsbiburger Kindl“, zeichnete CSU-Landratskandidatin Claudia Geilersorfer in ihrer Rede ihren beruflichen und politischen Werdegang nach und machte deutlich, wofür sie steht: Bewährtes bewahren und zugleich mutig neue Akzente setzen gestalten. Als Architektin sei sie es gewohnt, kreative Lösungen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Projekte im Team umzusetzen – etwa beim Aufzug an der Vilsbiburger Bergkirche, den sie als gelungenes Beispiel für praktikable Denkmalpflege und gelebte Inklusion nannte.

Viel Applaus erhielt sie auch für ihre leidenschaftliche Fürsprache für das Ehrenamt und brach eine Lanze für unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte, für die es sich lohne, sich zu engagieren. Seit 2020 darf sie als Stadträtin und Kreisrätin Verantwortung in der Kommunalpolitik wahrnehmen, dem Taktgeber für die Gestaltung unserer Heimat. Seit drei Jahren lebt sie als stellvertretende Landrätin den Landkreis, kennt seine Herausforderungen und seine Chancen.

Seit dem Jahr 2000 CSU-Mitglied, bekannte sie sich klar zu den freiheitlich-demokratischen Grundwerten und unterstrich deren Bedeutung in einer Zeit, in der diese keine Selbstverständlichkeit mehr seien. Zu ihren Herzensanliegen als mögliche Landrätin zählte sie unter anderem die Sicherstellung unserer Gesundheitsversorgung mit dem Erhalt der Krankenhäuser, einen funktionierenden ÖPNV sowie starke Kommunen und eine leistungsfähige Wirtschaft. „Ein neues Landratsamt allein reicht nicht – wir brauchen ein offenes Landratsamt mit einer bürgernahen, effizienten Verwaltung“, so Geilersdorfer, die sich als Landrätin beschrieb, die zuhören, Brücken bauen und entschlossen anpacken wird.



Kommunalpolitische Leitlinien durch Bürgermeisterkandidat Frankowski

In seiner Rede als Bürgermeisterkandidat wurde Christian Frankowski konkret. Er betonte, dass er das Amt als große Ehre sehen würde und es mit voller Kraft und langfristiger Perspektive ausüben wolle: „Wenn ich Bürgermeister werde, dann möchte ich das auch zu 100 Prozent machen – und am besten die nächsten zwölf Jahre. Dann bin ich 67, das würde sich genau zum Renteneintritt ausgehen!“ Seine Verwurzelung in Seyboldsdorf und Vilsbiburg, seinen beruflichen Werdegang als Einzelhandelskaufmann sowie seine kommunalpolitische Erfahrung im Stadtrat und als Ortsvorsitzender sieht er als solides Fundament für das höchste kommunalpolitische Amt der Stadt.

Inhaltlich setzte Frankowski klare Schwerpunkte: den Erhalt des Vilsbiburger Krankenhauses, die Schaffung von Wohnraum, einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Finanzen sowie die Umsetzung anstehender Großprojekte mit Augenmaß. Dabei sprach er auch konkrete lokale Baustellen an: „Es ist nicht hinnehmbar, dass junge Familien ins Umland ausweichen müssen, weil Baugebiete wie Achldorf II seit Jahren nicht vorankommen!“ Ebenso wichtig sei ihm die Weiterentwicklung des Seniorenheims am Standort Vilsbiburg.

Kritisch, aber sachlich, ging er auf die Kostenentwicklung bei der für ihn durchaus wichtigen und richtigen Sanierung der Vilstalhalle ein und mahnte finanzielle Disziplin an. „Ich kann immer nur so viel Geld ausgeben, wie ich habe – mit Maß und Ziel“, betonte Frankowski. Auch der Neubau der Grundschule, die Situation der Feuerwehr sowie steigende Kosten im Bereich der Kinderbetreuung wurden offen angesprochen. Die Stadt betreibe inzwischen zehn Kindertageseinrichtungen mit rund 900 Kindern und etwa 180 Beschäftigten – wenn man die Ausgaben für die beiden städtischen Schulen hinzurechnet, schlägt dies mit jährlichen Kosten von über fünf Millionen Euro im Haushalt für 2026 auf. Zusätzliche Vorgaben wie der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung seien inhaltlich sinnvoll, dürften finanziell jedoch nicht allein auf die Kommunen abgewälzt werden. „Wer Aufgaben beschließt, muss auch für die Finanzierung sorgen“, richtete Frankowski den Blick dabei an den Bund. Ziel müsse es sein, Familien bestmöglich zu unterstützen und zugleich die kommunale Handlungsfähigkeit zu sichern.



Christian Bernreiter: Interessante Einblicke in die Tätigkeiten eines Staatsministers

Staatsminister Christian Bernreiter rundete den Abend mit einer ebenso humorvollen wie nachdenklichen Rede ab. In bairischem Ton, gespickt mit Anekdoten aus dem politischen Alltag, würdigte er insbesondere das Engagement der Kommunalpolitiker, die oft unter schwierigen Rahmenbedingungen Verantwortung übernehmen. Politik, so Bernreiter, sei fordernder geworden, brauche aber gerade deshalb Menschen, die vor Ort gestalten wollen.

Neben kommunalpolitischen Themen ordnete der Minister auch die aktuellen weltpolitischen Herausforderungen ein und sprach sich für eine realistische, verantwortungsvolle Sicherheits- und Wirtschaftspolitik aus. Europa müsse eigenständiger und geschlossener auftreten, um langfristig Frieden und Wohlstand zu sichern. „Frieden und Freiheit gehören untrennbar zusammen“, erinnerte Bernreiter an die Lehren von Franz Josef Strauß. Eine autarke europäische Verteidigungsfähigkeit und eine starke Wirtschaft seien dabei die Grundlage für staatliche Handlungskompetenz und sozialen Ausgleich. Die CSU habe in kurzer Zeit wichtige Weichen gestellt und dürfe diese Erfolge durchaus selbstbewusster vertreten. Es gebe Herausforderungen, keine Frage – „aber wir müssen sie gemeinsam angehen, und das tun wir“, so Bernreiter.





Geselliger Ausklang

Zum Abschluss dankte Frankowski dem Staatsminister augenzwinkernd für dessen Unterstützung („Deine Wahlergebnisse waren ja meistens über 50% – da musst du mir gleich noch ein paar Tipps geben!“), bevor der Abend bei Leberkäse und Obazdn der Metzgerei Schmalhofer sowie einem gelungenen Auftritt der Narhalla mit dem neuen Prinzenpaar Franziska I. und Paul I. einen geselligen Ausklang fand.

Text + Fotos:  Angelika Goldmann / Bearbeitung:  Peter Gartner

von links: Stellv. Bürgermeister Rudi Lehner, Staatsminister Christian Bernreiter, Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer, MdL Dr. Petra Loibl, Bürgermeisterkandidat Christan Frankowski, Bezirksrätin Monika Maier, MdB Florian Oßner