Freiflächen-Photovoltaik-Anlage bei Karwill

Zu der schwierigen, vieldiskutierten und umstrittenen Entscheidung in der letzten Stadtratssitzung möchten wir hier noch unsere vorrangigen Argumente darstellen:

Die CSU hat geschlossen gegen das geplante Projekt gestimmt, womit die Fraktion dem von ihr eingeschlagenen Weg treu blieb.

Um es noch einmal recht deutlich zu sagen – keiner der Stadträte der CSU ist grundsätzlich gegen eine Freiflächenanlage! Es gibt aus dem Jahr 2021 und 2022 genügend Beispiele, bei denen die CSU ebenso geschlossen zugestimmt hat.

Fraktionssprecher Florian Anzeneder verwies hier auf die Freiflächen Rieder im Feld, Thalham,  Veldener Strasse, Zeiling und Saliterweg.

Luftbild: PV-Projekt in Karwill

Die CSU´ler machen es sich dabei grundsätzlich nicht leicht bei solchen Entscheidungen (was wir auch den anderen Stadtratsmitgliedern nicht unterstellen). In den vorbereitenden Fraktionssitzungen werden vielfältige Argumente ausgetauscht und abgewogen, und meistens kommt dabei  eine gemeinsame Vorgehensweise heraus. Im Falle Karwill fiel die Beurteilung der Fraktionsmitglieder am Schluss eben eindeutig negativ aus.

Neben zahlreichen kleineren Punkten, die gegen die Errichtung einer Anlage an dieser Stelle sprechen, kristallisierten sich vor allem zwei entscheidende Argumente heraus.

Diese brachte Fraktionssprecher Anzeneder wie folgt auf den Punkt:

„Wenn mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger des betroffenen Ortsteils sich klar gegen ein Vorhaben einbringen, dann kann man dies nicht ignorieren!“

Vorher führte Hermann Bauer bereits aus, dass bei diesem geplanten Bauplatz landwirtschaftlich wertvoller Boden geopfert würde. Er belegte dies mit diversen Zitaten aus verschiedenen Stellungnahmen. Dies macht weder aus der Sicht der Versorgungssicherheit, die ja gerade recht strapaziert wird, als auch angesichts drastisch steigender Lebensmittelpreise Sinn.
Es widerspricht übrigens auch den vom Stadtrat selbst vorgegebenen Richtlinienkatalog für die Genehmigung von Photovoltaik-Anlagen. Das Ablehnen dieses Projektes berechtigt keinesfalls den Vorwurf, es mit der Energiewende nicht ernst zu meinen, auch wenn dieser von den Befürwortern sicher hervorgezogen wird.

Wir sehen es vielmehr als verantwortungsvoll abgewogene und bürgernahe Entscheidung!
Es mag sein, dass eine gegenteilige Haltung momentan eher „en vogue“ gewesen wäre.