CSU-Fraktion: Breitbandausbau dringend notwendig!

Kürzlich fand eine Online-Fraktionssitzung der CSU Vilsbiburg statt, bei welcher verschiedene aktuelle Themen besprochen wurden. Unter anderem wurde der Beschluss gefasst, einen Antrag zum Thema Breitbandausbau einzureichen.

Dem Antrag vorausgegangen war eine intensive Diskussion über die Netzqualität der Festanschlüsse in Vilsbiburg. Nicht nur Mitglieder aus den umliegenden Gemeindeteilen (wie beispielsweise Rudolf Lehner aus Seyboldsdorf oder Hermann Bauer aus Haarbach) hatten Mühe, an der Sitzung mit ausreichender Qualität der Verbindung teilzunehmen. Es stellte sich heraus, dass auch in verschiedenen Stadtteilen nicht überall eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung steht. „Hier muss dringend nachgebessert werden“, führte Christian Frankowski aus, auch er habe in Grub immer wieder Probleme im Homeoffice.

Gerade in der aktuellen Situation mit Online-Lernen und Teams-, Zoom- oder Skype-Besprechungen gehen die Verbindungsraten oftmals bedenklich in den Keller. Aber auch die neuen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung über Internet-Streamingdienste fordern hier größere Downloadraten im Breitbandnetz der diversen Anbieter. Ein DSL 16000 oder darunter kann unter heutigen Gesichtspunkten kein Standardangebot mehr sein. Als Ziel müssen Angebote mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit oder 100 Mbit angestrebt werden.

In Vilsbiburg werden verschiedene Stadtteile durch unterschiedliche Netzbetreiber versorgt – ob Telekom, Vodafone oder M-Net, es ergeben sich durch verschiedenartige Technologien auch unterschiedliche Bandbreiten bei den Versorgern. Seit 2011 investiert die Stadt über Förderprojekte in das Thema Breitbandausbau, in diesem Zuge verwies Florian Anzeneder auf die kürzlich gehaltene Haushaltsrede: „Wir haben seit 2011 rund 2,9 Mio Euro investiert und dabei einen Zuweisungsbetrag von 1,5 Mio Euro erhalten.“ Es scheint aber nicht auszureichen.

Zum einen investieren die „alteingesessenen“ Netzbetreiber nicht in den Ausbau der Infrastruktur und zum anderen kommt M-Net mit seinem Glasfasernetz nicht in alle Stadtteile.

Deshalb soll über den Antrag der CSU nun erreicht werden, dass die aktuellen Netzbetreiber aufgefordert werden, in den Glasfaserausbau zu investieren, und parallel dazu von den Stadtwerken ausgearbeitet wird, wie wir über die geförderten Projekte hinaus mit den Stadtwerken zusätzliche in den Gasfaserausbau investieren könnten, um jedem Haushalt mit einem Glasfaseranschluss zu ermöglichen. Eine Bitkom-Studie kommt zu dem Schluss, dass mit einem Glasfaseranschluss sogar mit einer Wertsteigerung pro Haushalt von ca. 10T Euro gerechnet werden kann. Selbstverständlich gilt es hier, dazu auch diverse Förderprogramme auf Bundes- oder Landesebene zu nutzen – so der Antrag der CSU.